Der Museumsverein Messel e.V.

Auf dieser Website können Sie mehr über den Museumsverein Messel e.V., das Fossilien- und Heimatmuseum, die Fossilienfundstätte Grube Messel und die Entdeckungen die hier gemacht wurden, erfahren. Ausserdem bieten wir einen geschichtlichen Überblick über Messels Entwicklung und in unserer Galerie können Sie Eindrücke von Grube, Messel und dem Museum gewinnen. Im Bereich Information können Sie u.a. Kontaktdaten und Informationen zu Führungen abrufen. Im folgenden einige Informationen zur Grube, Messel und dem Verein.

Im ehemaligen Ölschiefer-Tagebau des Mineralölwerkes Messel findet man – eingebettet im weichen bituminösen Tonstein (Ölschiefer) 50 Millionen Jahre alte Tiere und Pflanzen, in einem einmaligen Erhaltungszustand: Vögel mit Erhaltung der Federn, Säugetiere mit Fell, Fledermäuse mit Flughaut. Vielfach ist auch noch der Mageninhalt erhalten, so dass man weiß, was diese Tiere vor 50 Millionen Jahren gefressen haben. In Messel ist das Leben aus dem Eozän (Zeitalter der Morgenröte), einem Abschnitt der frühen Erdneuzeit (Tertiär) dokumentiert. In dieser Zeit konnte die Entfaltung der Säugetiere beginnen, nachdem am Ende der Kreidezeit die alles beherrschenden Saurier ausgestorben waren. Und genau aus dieser Zeit haben wir in Messel eine Fossilienfundstätte, in der die Tiere buchstäblich mit „Haut und Haaren“ erhalten geblieben sind.

Daher wurde die Grube Messel in die Welterbeliste der UNESCO als bislang einziges Naturerbe im deutschsprachigen Raum aufgenommen. Im Messeler Museum sind zahlreiche Funde aus dem Ölschiefer der Grube Messel ausgestellt. In einer übersichtlichen Präsentation sind Fische, Lurche, Echsen, Vögel und vor allem Säugetiere hier zu finden. Am bekanntesten sind wohl die Messeler Urpferdchen, aber auch alle anderen Tier- und Pflanzenfunde sind für die Evolutionsforschung von unermesslicher Bedeutung. Eine verständliche Beschriftung ermöglicht den Zugang zur tertiären Welt von Messel. Die Entdeckung des Ölschiefervorkommens von Messel im 19. Jahrhundert und die darauf folgende industrielle Ausbeutung führte auch zu den ersten Fossilienfunden. So wurde z.B. 1876 der erste Alligator gefunden. Daher bildet die Industriegeschichte die Basis für die heutige Fossilfundstätte.

Im Erdgeschoss des Museums wird die Geschichte des Ölschieferabbaus in Messel vorgestellt. Anhand eines Modells wird die Funktion der „Messeler Rundöfen“, die für die Verschwelung des Ölschiefers konstruiert wurden, erläutert. Die im Ölschieferwerk erzeugten Produkte sind zu sehen, ferner Statistiken über die Produktion, alte Pläne des Mineralölwerkes u.v.a. Ein Raum des Erdgeschosses ist der Messeler Ortsgeschichte gewidmet. Hier finden aber auch immer wieder Wechselausstellungen statt, z.B. Ausstellungen heimischer Künstler oder Ausstellungen von Fossilien anderer wichtiger Fundstätten. Ergänzt wird diese Ausstellung im Nebengebäude durch eine Darstellung der wichtigsten Epochen der Erdgeschichte und ihrer typischen Tiere und Pflanzen. Dabei nehmen Fossilfundstätten, die gleich alt (ca. 50 Mio. Jahre) sind wie Messel, eine Sonderstellung ein: die wichtigsten eozänen Fundstätten sind mit Fossilien vertreten.

Das Fossilien- und Heimatmuseum Messel, dessen Träger die Gemeinde Messel ist, wird vom 1978 gegründeten Museumsverein Messel betreut. Die Fossilien aus der Grube Messel auch in Messel zu zeigen, ist ein wesentliches Anliegen des Vereins.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Museumsverein Messel e.V.