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Ortsgeschichte Messel
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Älteste Zeugnisse menschlicher Besiedlung des Messeler Raumes sind
ein 4000 Jahre alter jungsteinzeitlicher Glockenbecher und eine steinerne
Arbeitsaxt mit Lochbohrung. Ebenso haben die Bronzezeit, 1800 -750 v.
Chr. (Hügelgräber und Urnenfelder) und die keltisch geprägte
Eisenzeit, 750 v. Chr. - Chr. Geb.) ihre Spuren hinterlassen.
Eine neue Epoche brach mit der römischen Besetzung (50 v. Chr. -
260 n. Chr.) an. Aus der Zeit des römischen Verwaltungszentrums Civitas
Auderiensium in Dieburg stammen Keramikfunde aus dem Messeler
Wald.
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| Jungsteinzeitlicher Glockenbecher |
Römische Münze (294-305 v.Chr.) |
| Vorderseite: Constantius I. (Vater Constantin d.Gr.) |
Rückseite: Genius mit Opferschale u. Füllhorn |
Nach dem Sieg der Alemannen über die Römer und der Zeit der Völkerwanderungen,
wurden die Franken auch im Gebiet von Messel sesshaft. Mit ihnen hielt das
Christentum seinen Einzug. Aus dieser Zeit stammt auch das für die
Messeler Geschichte wichtigste Dokument: die Schenkungsurkunde an das Kloster
Lorsch vom 18.1.800, in der der Name „masilla"
erstmalig genannt wird. Gleichzeitig wird in dieser Urkunde dokumentiert,
dass Messel schon eine geschlossene Ortschaft war. Seit dieser Zeit gehört
Messel bis 1847 dem Wildbann Dreieich an.
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| Römische Bronzefigur |
Rückansicht |
Schenkungsurkunde |
Nach Auflösung des Klosters Lorsch, 1232,
gingen die Hoheitsrechte über Messel an das Erzbistum Mainz. Die Vogteirechte
gelangten auf noch nicht gänzlich geklärtem Wege, wobei die Grafenhäuser
Eppstein und Katzenelnbogen beteiligt waren, als Afterlehen im 14. Jh. an
die Freiherren v. Groschlag in Dieburg.
1432 (?) wurde die Messeler Kirche erbaut,
um 1545 die Reformation in Messel eingeführt.
1666 endete die schlimmste Pestepedemie.
Ab 1653 wurden die Messler Kinder in einer
Schule unterrichtet.
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| Freiherr von Groschlag |
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Fachwerkhäuser in
der Langgasse |
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss, 1803,
ging das reichsritterschaftliche Dorf Messel an die Landgrafschaft Hessen
über. Ab der Mitte des 18.Jh. erholte sich Messel von den Folgen
des Dreißigjährigen Krieges. Durch rege Bautätigkeit entstand
der alte Ortskern.
Um 1859 wanderten zahlreiche Messeler Bürger
wegen fehlenden
Ackerlandes nach Amerika aus.
Mit dem Bau der Main-Rhein-Bahn, 1858, und
mit der Gründung des Ölschieferwerks entstanden neue Arbeitsplätze
und eine Anbindung an die umliegenden Städte. Das bäuerlich
geprägte Dorf wandelte sich allmählich zu einer Gemeinde von
Arbeitern und Angestellten.
Aufgrund der 1977 durchgeführten Gebietsreform
(Zusammenlegung der Kreise Darmstadt und Dieburg) wurden die drei Ortsteile
- Messel, Bahnhof Messel und Grube Messel - zu einer Gemeinde Vereinigt.
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| Blick auf Grube Messel und umliegende
Felder |
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Museumsverein Messel e.V.
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